Lichtquellen mit amplifizierter spontaner Emission (ASE) werden in hochpräzisen optischen Systemen oft von Lasern und superlumineszenten Dioden (SLDs) überschattet, sind aber die unbesungenen Arbeitspferde, die den stabilen Betrieb von Anwendungen wie Faseroptik-Gyroskopen (FOGs), verteilten optischen Sensoren und optischen Prüfungen unterstützen.
Erfahrene Photonik-Ingenieure wissen, dass die einzigartige Kombination aus extrem breiter spektraler Bandbreite, geringer zeitlicher Kohärenz und stabiler Leistungsabgabe ASE-Lichtquellen unersetzlich macht. Im Gegensatz zu Lasern mit schmaler Linienbreite können ASE-Lichtquellen kohärente Rückstreuung und Polarisationsrauschen eliminieren, die die Genauigkeit von FOGs beeinträchtigen.
Im Vergleich zu SLDs bieten ASE-Lichtquellen dank optimierter, mit seltenen Erden dotierter Faser-Verstärkungsmedien, präziser Pump-Laser-Steuerung und integrierter Gain-Flattening-Filter (GFFs), die spektrale Welligkeit minimieren, eine überlegene spektrale Flachheit und Langzeitstabilität in einem weiten Temperaturbereich.
Obwohl ASE-Lichtquellen nicht die hohe Spitzenleistung von Lasern aufweisen, eignet sich ihre kontinuierliche Breitbandausgabe gut für Anwendungen, die eine gleichmäßige Beleuchtung mit mehreren Wellenlängen erfordern, wie z. B. die Prüfung von Komponenten für die Wellenlängen-Multiplexing (WDM) und die Mehrpunkt-Faser-Bragg-Gitter-Sensorik.
Jeder Kompromiss im Design – sei es eine suboptimale Dotierstoffkonzentration, eine unzureichende Stabilisierung der Pumpenleistung oder eine schlechte optische Isolation – kann zu instabiler Ausgangsleistung, ungleichmäßiger spektraler Verteilung und erhöhtem Rauschen führen und somit die Leistung des gesamten optischen Systems beeinträchtigen. Dies zeigt voll und ganz, dass ASE-Lichtquellen keineswegs eine "Zweitwahl" sind, sondern eine grundlegende Komponente, die moderne hochpräzise optische Systeme in Luft- und Raumfahrt, Industrie und Wissenschaft unterstützt.